Deine Vape kostet dich jedes Jahr ein neues Smartphone
Ein Einweggerät am Tag summiert sich auf den Preis eines Flaggschiff-Handys pro Jahr. Die Rechnung, drei Vergleiche und die Frage, was du stattdessen hättest.
Kurz gesagt
Ein Einweg-Vape pro Tag sind 365 Geräte im Jahr. In den meisten Märkten entspricht das ungefähr dem Preis eines aktuellen Flaggschiff-Smartphones, jedes Jahr aufs Neue. Rechne deinen Gerätepreis mal Geräte pro Woche mal 52, und du hast deine Jahreszahl in deiner eigenen Währung.
Nimm den Preis eines Einweg-Vapes und multipliziere ihn mit 365. Das ist die Zahl.
In den meisten Ländern landest du damit ungefähr beim Preis eines aktuellen Flaggschiff-Smartphones. Jedes Jahr. Nicht einmalig, sondern jedes einzelne Jahr, in dem du weiterdampfst.
Warum die Rechnung nie im Kopf passiert
Ein Gerät kostet ungefähr so viel wie zwei Kaffee zum Mitnehmen. Das ist der ganze Trick.
Kein einzelner Kauf ist groß genug, um ein Gefühl auszulösen. Es gibt keinen Moment, in dem du an der Kasse zusammenzuckst. Es gibt nur 365 winzige Beträge, von denen keiner es je in dein Bewusstsein für „Ausgaben” schafft — und in der Summe eine Anschaffung, über die du wochenlang nachgedacht hättest.
Genau so sind Abos gebaut. Der Unterschied ist nur, dass ein Abo einmal im Monat sichtbar auf deinem Kontoauszug steht.
Die drei Anker
Nimm deine Jahreszahl und leg sie neben etwas Konkretes:
- Ein Flaggschiff-Handy. In fast jedem Markt liegt ein Einweggerät pro Tag in dieser Größenordnung. Du kaufst dir also jedes Jahr eins — und wirfst es täglich in Stücken weg.
- Ein langes Wochenende irgendwo. Flug, Hotel, Essen, für zwei Personen. Das ist bei vielen Menschen exakt der Jahresbetrag.
- Eine Spielkonsole plus fünf Spiele. Oder ein gutes Fahrrad. Oder eine Kamera. Nimm den Gegenstand, den du dir seit zwei Jahren „irgendwann mal” kaufen willst.
Der Effekt ist nicht die Zahl. Der Effekt ist der Vergleich. Du hast dieses Jahr bereits die Kaufkraft für dieses Ding ausgegeben. Nur eben in 365 Portionen.
Rechne es für dich, in deiner Währung
Die Formel ist absichtlich langweilig, weil sie überall funktioniert:
- Preis pro Einheit. Ein Einweggerät, eine Packung Pods, eine Flasche Liquid.
- Einheiten pro Woche. Sei ehrlich, nicht optimistisch.
- Mal 52.
Bei Nachfüllsystemen kommt noch die zweite Ebene dazu, die fast alle vergessen: Coils, Ersatzakkus, das Gerät selbst, das nach zwölf Monaten ersetzt wird, und die Flaschen, die man auf dem Weg zum Zug mitnimmt, weil man das Liquid gerade nicht dabeihat.
Und dann die dritte Ebene, die keine Rechnung erfasst: die Geräte, die verloren gehen. Bei etwas, das du dutzende Male am Tag herausholst, sind das über ein Jahr keine null.
Der Denkfehler beim „billiger als Rauchen”
Nachfüllbares Dampfen ist fast überall günstiger als eine Schachtel am Tag. Das stimmt.
Der Haken ist, was danach passiert. Weil es billiger wirkt, verschwindet die natürliche Bremse. Eine Schachtel ist am Abend leer, und die nächste kostet wieder sichtbar Geld. Ein Tank ist nachfüllbar, und die Kosten pro Zug fühlen sich wie null an.
Menschen dampfen deshalb nicht die gleiche Nikotinmenge billiger. Sie dampfen mehr. Am Jahresende steht bei vielen wieder derselbe Betrag — nur mit deutlich mehr Zügen dahinter.
Warum du das Ersparte nicht bemerken wirst
Das ist der unangenehme Teil, und deshalb steht er hier und nicht am Ende.
Wenn du aufhörst, hast du am ersten Tag nicht mehr Geld auf dem Konto. Du hast einfach ein Gerät nicht gekauft. Am zweiten Tag wieder nicht. Der Betrag ist real, aber er ist unsichtbar, weil er sich in normalen Ausgaben auflöst.
Es gibt genau einen Trick dagegen, und der ist mechanisch: Richte einen Dauerauftrag ein, am selben Tag, an dem du reduzierst. Wöchentlich, in Höhe dessen, was du sonst ausgegeben hättest, auf ein Konto, auf das du nicht schaust.
Nach vier Wochen siehst du die Zahl zum ersten Mal. Nach drei Monaten glaubst du sie. Das ist der Moment, in dem aus einer Rechnung eine Motivation wird.
Der Vergleich, der wirklich sitzt
Zum Schluss ein Anker, der über ein Jahr hinausgeht.
Nimm deine Jahreszahl und multipliziere sie mit zehn. Das ist das Jahrzehnt. Für die meisten Menschen, die täglich dampfen, ist das ein Betrag in der Größenordnung eines Kleinwagens, einer Anzahlung oder mehrerer Jahre Urlaub.
Und anders als beim Kleinwagen hast du am Ende nichts, was du weiterverkaufen könntest.
Bevor du irgendetwas veränderst, brauchst du nur die echte Zahl. Nicht die geschätzte. Zähl heute bis zum Schlafengehen jeden Zug mit und ändere sonst nichts — Puff Counter rechnet aus deiner Zahl und deinem Gerätepreis die Wochen- und Jahressumme aus und zeigt sie dir neben dem, was daraus über die Zeit hätte werden können.
Die meisten schauen einmal auf die Jahreszahl und wollen sie danach nicht mehr sehen. Das ist der Punkt, an dem sich etwas ändert.
Schick diesen Text der Person, mit der du ständig darüber redest, dass alles teuer geworden ist.
Häufige Fragen
Was kostet Dampfen im Jahr?
Das hängt vom Gerät ab, aber die Rechnung ist immer dieselbe: Preis pro Einheit mal Einheiten pro Woche mal 52. Bei einem Einweggerät täglich sind es 365 Geräte im Jahr. Bei Nachfüllsystemen kommen Liquid, Coils und Akkus zusammen, oft in einer ähnlichen Größenordnung.
Ist Dampfen billiger als Rauchen?
Nachfüllbare Systeme sind fast überall günstiger als eine Schachtel am Tag, Einweggeräte oft nicht. Der eigentliche Haken ist ein anderer: Weil Dampfen billiger wirkt, dampfen viele Menschen mehr. Die Gesamtkosten pro Jahr landen dann wieder auf demselben Niveau.
Wie viel spare ich, wenn ich aufhöre?
Deine komplette Jahressumme, aber nicht auf einen Schlag. Das Geld erscheint tröpfchenweise, jeweils in Höhe eines nicht gekauften Geräts. Genau deshalb bemerken es die meisten nicht. Wer den Betrag automatisch auf ein separates Konto überweist, sieht den Effekt nach vier Wochen zum ersten Mal.
Was mache ich mit dem gesparten Geld?
Am wirksamsten ist ein Ziel, das du anfassen kannst, und ein Dauerauftrag am selben Tag. Abstraktes Sparen motiviert kaum. Ein konkreter Gegenstand, eine Reise oder ein Kurs, der genau so viel kostet wie dein Jahresbetrag, macht aus einem Verzicht einen Tausch.